Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zum Datenschutz.
Christian Heckler Praxis Schritt für Schritt - General Movements

Wenn das Nervensystem geschädigt ist, verlieren die GMs ihren komplexen und variablen Charakter. Sie zeigen sich dann monoton und weniger komplex. Das sogenannte 'Poor Repertoire' wird charakterisiert durch solche monotone Bewegungssequenzen mit eingeschränkter Geschwindigkeit und geringem räumlichen Ausmaß. Mit 'Cramped Synchronized' werden starre, kaum fließende Bewegungen bezeichnet, bei denen der Körper sich immer homolog kontrahiert und erschlafft. Als 'Chaotic' werden schnelle, abrupte Bewegungen mit großer Amplitude eingestuft. 'Fidgety Movements' – also Bewegungsmuster nach der 6. - 9. Lebenswoche – können entweder normal/vorhanden sein oder fehlen.
GMs werden dokumentiert und evaluiert durch Videoaufnahmen, deren Dauer 2 – 5 Minuten beträgt. Für die Beurteilung werden mindestens drei zuverlässige Sequenzen erfasst.
Das Kind wird mit Genehmigung der Eltern in ruhiger Umgebung, in möglichst wachem Zustand, in Rückenlage, gefilmt.

Basierend auf der 'Globalen visuellen Gestaltwahrnehmung', d.h. der Wahrnehmung des Betrachters, werden diese Aufnahmen später analysiert.

Diese nicht-invasive Untersuchungsmethode ist für den Säugling in keinster Weise belastend und auch sehr kosteneffektiv.

Sie bietet die Chance, eine Entwicklung zu einer Zerebralparese frühstmöglich zu erkennen und dementsprechend früh therapeutisch intervenieren zu können. Die hohe Vorhersagemöglichkeit (Sensitivität und Spezifität) mittels der GM-Analyse ist durch zahlreiche internationale Studien belegt.